Das Wichtigste auf einen Blick
- ✓ Blockpit heißt der Hinweis seit dem Update „Fehlendes Label (Ein)“ bzw. „Fehlendes Label (Aus)“ – gemeint ist, was früher „Unlabeled“ hieß
- ✓ Der Hinweis bedeutet: Blockpit kann den Transaktionstyp nicht automatisch erkennen
- ✓ DeFi-Swaps, Bridges und unbekannte Token sind am häufigsten betroffen
- ✓ Ein Teil ist reine Label-Arbeit – bei über der Hälfte steckt dahinter eine Datenlücke, die erst rekonstruiert werden muss
- ✓ Falsche Labels erzeugen fehlerhafte Steuerberechnungen im Report
- ✓ Nach dem Labeln immer eine Neuberechnung in Blockpit anstoßen
Blockpit zeigt in deiner Transaktionsliste den Hinweis „Fehlendes Label (Ein)“ oder „Fehlendes Label (Aus)“? Damit bist du nicht allein. Blockpit hat die Hinweise inzwischen eingedeutscht – wer den Begriff „Unlabeled“ im Kopf hat, sucht also nach demselben Problem. Gerade bei DeFi-Aktivitäten, Bridge-Transfers und unbekannten Token erkennt Blockpit den Transaktionstyp nicht automatisch. Diese Anleitung zeigt dir, wie du die betroffenen Transaktionen identifizierst, korrekt klassifizierst und deine Krypto-Dokumentation auf einen sauberen Stand bringst.
01 Was bedeutet „Fehlendes Label“ in Blockpit?
Blockpit markiert Transaktionen mit dem Hinweis „Fehlendes Label“, wenn der Transaktionstyp nicht automatisch erkannt wird. Das passiert, wenn Blockpit eine Transaktion aus einer Wallet oder Börse importiert, aber nicht zuordnen kann, ob es sich um einen Trade, eine Einzahlung, eine Auszahlung oder eine andere Kategorie handelt.
Begriffs-Update: aus „Unlabeled“ wurde „Fehlendes Label“
Blockpit hat die Hinweise in der deutschen Oberfläche umbenannt. Wer nach „Unlabeled“ sucht, meint dasselbe. Die Klammer sagt dir sofort, in welche Richtung die Transaktion lief – und das entscheidet, wie sich der Hinweis im Steuerreport auswirkt:
- Fehlendes Label (Ein) – ein Eingang ohne Klassifizierung. Früher: „Unlabeled Deposit“. Blockpit setzt die Kostenbasis auf 0 €.
- Fehlendes Label (Aus) – ein Ausgang ohne Klassifizierung. Früher: „Unlabeled Withdrawal“. Blockpit behandelt ihn wie einen Verkauf.
Unverändert heißen dagegen die Hinweise „Fehlende Historie“ und „Fehlender Wert“. Auch die Labels selbst sind inzwischen deutsch (etwa „Auto-Korrektur (Ein)“ oder „Steuerfrei (Aus)“), wo früher englische Bezeichnungen standen. In der englischen Blockpit-Oberfläche heißt es weiterhin „Unlabeled (In)“ und „Unlabeled (Out)“.
Das betrifft vor allem DeFi Smart Contracts, Bridge-Transfers zwischen Blockchains und unbekannte Token, die Blockpit nicht in seiner Datenbank führt. Bei DeFi-aktiven Portfolios sind typischerweise 30%+ aller Transaktionen betroffen. Die automatische Erkennung stößt hier an ihre Grenzen, weil die zugrunde liegenden Transaktionen komplexer sind als ein einfacher Börsen-Trade.
Ein konkretes Beispiel: Du nutzt CoWswap für einen Token-Swap. Blockpit importiert die Transaktion via Wallet-Sync, kann sie aber nicht zuordnen und markiert sie mit „Fehlendes Label“. Ohne korrekte Zuordnung fehlt der Swap in der Steuerberechnung. Das Ergebnis: ein falsches Gesamtergebnis im Steuerbericht.
Wichtig zu verstehen:
Ein fehlendes Label ist kein Fehler
Die Transaktion wurde korrekt importiert. Nur der Typ wurde nicht erkannt. Du musst ihn manuell zuweisen.
Steuerlich relevant
„Fehlendes Label (Aus)“ wird von Blockpit wie ein Verkauf behandelt. „Fehlendes Label (Ein)“ erhält eine Kostenbasis von 0 € – beides verfälscht die Steuerberechnung.
Betrifft v.a. DeFi
Smart Contract Calls, Liquidity Pools und Cross-Chain Bridges & Swaps sind die häufigsten Ursachen für fehlende Labels.
Auswirkung auf Berechnung
„Fehlendes Label (Aus)“ = Verkauf, „Fehlendes Label (Ein)“ = Kostenbasis 0 €. Beide Szenarien führen zu falschen Steuerergebnissen.
Quelle: Blockpit Help Center
Hinter demselben Hinweis stecken zwei sehr verschiedene Fälle
Das ist der Punkt, an dem die meisten Anleitungen zu kurz greifen. Ein Teil der Transaktionen ist tatsächlich reine Label-Arbeit: Der Vorgang ist eindeutig, das passende Label ist gesetzt, fertig. Ein Klick.
Beim größeren Teil ist das fehlende Label aber kein Klassifizierungs-Problem, sondern ein Symptom. Nach der Erfahrung aus 500+ dokumentierten Portfolios geht deutlich über die Hälfte dieser Hinweise darauf zurück, dass in den Daten etwas fehlt: die Gegenbuchung eines Transfers liegt auf einer Börse, die nie importiert wurde, ein Teil der Historie fehlt, oder eine Wallet ist nur unvollständig synchronisiert. Ob eine Transaktion ein Trade oder ein Transfer war, lässt sich dann nicht am Bildschirm entscheiden – es muss aus den Rohdaten rekonstruiert werden: on-chain nachvollziehen, was tatsächlich passiert ist, und die Gegenseite finden.
Der teure Kurzschluss
Genau hier passiert der häufigste Fehler: Transfers werden nach Gefühl miteinander verknüpft, weil Betrag und Zeitpunkt ungefähr passen, oder alles Unklare wandert pauschal in eine Kategorie. Der Hinweis verschwindet, der Report läuft durch – und sieht sauber aus. Die Kostenbasis stimmt trotzdem nicht, und der Fehler wandert unbemerkt in alle Folgejahre, weil jede spätere Berechnung auf diesem Bestand aufbaut. Auffallen kann er erst, wenn jemand nachrechnet.
Für den ersten Fall reicht die Anleitung weiter unten. Beim zweiten ist der Aufwand ein anderer: Dort ist Recherche-Arbeit gefragt, keine Klickstrecke.
Blockpit Fallback-Hinweis:
Was bedeutet „Fallback“ als Notiz?
Wenn Blockpit bei einer Transaktion die Notiz „Fallback“ hinterlegt, konnte die automatische Klassifizierung nicht greifen. Die Transaktion erfordert manuelle Prüfung und korrekte Zuordnung. Ohne Korrektur werden Ausgänge als Verkäufe und Eingänge mit Kostenbasis 0 € behandelt.
02 Welche Transaktionen bekommen häufig kein Label?
Nicht jede Transaktion wird als unlabeled markiert. Einfache Börsen-Trades und Transfers erkennt Blockpit in der Regel korrekt. Die Probleme beginnen dort, wo die Blockchain-Aktivität komplexer wird.
In der Praxis zeigt sich bei den meisten DeFi-Portfolios, dass Bridge-Transfers und Smart Contract Calls den Großteil der unlabeled Einträge ausmachen, oft sind es dieselben drei bis vier Protokolltypen, die Blockpit regelmäßig nicht erkennt.
DeFi-Interaktionen
Swaps auf dezentralen Börsen wie CoWswap oder Jupiter, Lending-Einzahlungen auf Aave oder Compound und Yield Farming sind die häufigsten Quellen für unlabeled Transaktionen. Blockpit erkennt den Smart Contract, kann aber nicht immer den Transaktionstyp ableiten.
Cross-Chain Bridges
Bridge-Transfers über Protokolle wie Wormhole, LayerZero oder Multichain erzeugen Transaktionen auf zwei verschiedenen Blockchains. Blockpit sieht oft nur eine Seite des Transfers und kann die Verbindung nicht automatisch herstellen.
Wrapped Token und Governance
Wrapped-Token-Interaktionen (z.B. WETH zu ETH oder wBTC), Governance-Aktionen wie Voting und Delegating sowie unbekannte Airdrops werden ebenfalls häufig als unlabeled importiert. Das gilt besonders für Contracts, die Blockpit nicht in seiner Datenbank kennt.
- DeFi Swaps – CoWswap, SushiSwap, Jupiter, Raydium
- Lending/Borrowing – Aave, Compound, MakerDAO
- Bridges – Wormhole, LayerZero, Multichain, Stargate
- Wrapped Token – WETH, wBTC, stETH
- Governance – Voting, Delegating, Claiming
- Airdrops – Unbekannte Token-Deposits ohne Kontext
Schnellreferenz: Fehlendes Label → Ursache → Typische Klassifizierung
| Hinweis-Typ | Wahrscheinliche Ursache | Typische Klassifizierung |
|---|---|---|
| DeFi Swap (Uniswap, Jupiter) | Smart Contract nicht erkannt | Trade / Swap |
| Bridge-Transfer (Wormhole, LayerZero) | Cross-Chain nicht verknüpft | Transfer (beide Seiten) |
| Lending-Einzahlung (Aave, Compound) | Protokoll-Interaktion nicht klassifiziert | Deposit / Transfer |
| Staking Reward | Automatische Auszahlung nicht erkannt | Staking Reward |
| Unbekannter Airdrop | Token nicht in Blockpit-Datenbank | Airdrop oder Spam markieren |
| Wrapped Token (WETH → ETH) | Technisches Wrapping | Swap |
03 Schritt für Schritt: Fehlende Labels beheben
Der Prozess ist systematisch. Gehe die folgenden Schritte der Reihe nach durch, um alle unlabeled Transaktionen in Blockpit zu bereinigen.
Schritt 1: Alle Transaktionen ohne Label filtern
Öffne in Blockpit die Transaktionsliste und nutze die Filter-Funktion. Filtere nach den Hinweisen „Fehlendes Label (Ein)“ und „Fehlendes Label (Aus)“, um alle betroffenen Einträge auf einen Blick zu sehen. So bekommst du einen Überblick über den Umfang und kannst systematisch vorgehen.
Schritt 2: Transaktionstyp identifizieren
Für jede unlabeled Transaktion musst du herausfinden, was tatsächlich passiert ist. Nutze dazu den Blockchain Explorer der jeweiligen Chain (z.B. Etherscan für Ethereum, Solscan für Solana). Suche nach dem Transaction Hash und prüfe: Welcher Smart Contract wurde aufgerufen? Was war die Funktion? Handelt es sich um einen Swap, eine Einzahlung, eine Auszahlung?
Schritt 3: Passendes Label zuweisen
Weise in Blockpit das Label zu, das den tatsächlichen Vorgang technisch korrekt abbildet. Blockpit bietet verschiedene Kategorien wie Trade, Deposit, Withdrawal, Staking Reward, Interest, Reward und weitere. Welches Label das richtige ist, hängt vom konkreten Fall ab. Entscheidend ist, was auf der Blockchain tatsächlich passiert ist. Im Zweifel hilft der Abgleich mit dem Blockchain Explorer aus Schritt 2.
Schritt 4: Scam-Token markieren
Wenn du Token in deinem Wallet findest, die du nie gekauft oder erhalten hast, handelt es sich wahrscheinlich um Scam-Airdrops. Markiere diese in Blockpit als „Spam“ oder ändere den Ticker. So werden sie nicht als steuerpflichtige Einnahme erfasst. Interagiere niemals mit unbekannten Token – das kann ein Sicherheitsrisiko sein.
Schritt 5: Neuberechnung anstoßen
Nachdem du alle Labels zugewiesen hast, stoße in Blockpit die Neuberechnung manuell über den Button an. Erst nach der Neuberechnung fließen die korrigierten Labels in den Steuerbericht ein. Prüfe anschließend, ob neue Hinweise oder Warnungen entstanden sind.
Quelle: Blockpit Help Center
04 DeFi-Transaktionen richtig labeln
DeFi-Transaktionen sind die häufigste Ursache für unlabeled Einträge. Hier eine Übersicht, wie du die wichtigsten DeFi-Kategorien korrekt klassifizierst.
Lending (Aave, Compound)
Bei Lending-Protokollen gibt es drei Transaktionstypen: Die Einzahlung in das Protokoll wird als Deposit gelabelt. Die Rückzahlung (Withdrawal des eingezahlten Betrags) als Withdrawal. Und die Zinsen, die du erhältst, als Interest. Achte darauf, dass Einzahlung und Rückzahlung korrekt verknüpft sind, damit kein falscher Gewinn entsteht.
Liquidity Pools
Wenn du Token in einen Liquidity Pool einzahlst, erhältst du LP-Token. Diese Einzahlung ist ein Trade (Token gegen LP-Token). Rewards, die du aus dem Pool erhältst, werden als Reward klassifiziert. Beim Ausstieg aus dem Pool tauschst du die LP-Token zurück – wieder ein Trade.
Staking
Die Einzahlung zum Staking wird als Staking gelabelt. Rewards, die du regelmäßig erhältst, als Staking Reward. Das Unstaking (Rückzug) ist die entsprechende Gegenbuchung. Bei Liquid Staking (z.B. stETH) entsteht ein zusätzlicher Token, der als Trade erfasst werden muss.
Bridges
Cross-Chain Bridges & Swaps erzeugen zwei nicht verknüpfte Transaktionen: einen Abgang auf Chain A und einen Zugang auf Chain B. In Blockpit müssen beide Seiten korrekt als zusammengehörig markiert und zu einem Transfer verknüpft werden.
DeFi-Label Vorschläge:
Lending
Einzahlung = Transfer | Rückzahlung = Transfer | Zinsen = Interest
Liquidity Pools
LP-Token erhalten = Trade/Swap | Rewards = Income | Ausstieg = Trade/Swap
Staking
Einzahlung = Transfer | Rewards = Staking Reward | Unstaking = Transfer
Bridges
Abgang Chain A = Transfer | Zugang Chain B = Transfer
05 Spezialfälle und häufige Fehler
Einige Transaktionstypen erfordern besondere Aufmerksamkeit, weil sie leicht falsch klassifiziert werden. Diese Spezialfälle solltest du kennen.
Wrapped Token: Kein steuerpflichtiger Trade
Der Tausch von WETH zu ETH (oder umgekehrt) ist ein technisches Wrapping/Unwrapping. In Blockpit wird dieser Vorgang als Swap klassifiziert. Da der Wert identisch ist, entsteht kein realer Gewinn oder Verlust. Das gleiche gilt für wBTC zu BTC.
Scam-Airdrops: Nicht als Einnahme labeln
Scam-Token, die ungefragt in deinem Wallet landen, sollten niemals als Einnahme klassifiziert werden. Markiere sie in Blockpit als Spam oder ändere den Ticker zu einem Platzhalter. Andernfalls rechnet Blockpit einen steuerpflichtigen Zugang, der keiner ist. Besondere Vorsicht: Manche Scam-Token haben künstlich aufgeblähte Preise in Datenfeeds.
Failed Transactions: Nur Gas-Kosten relevant
Eine fehlgeschlagene Transaktion (Status: „Failed“ im Blockchain Explorer) hat keinen Wert übertragen. Die Gas-Kosten sind dennoch angefallen und können je nach Rechtsauffassung als Transaktionskosten berücksichtigt werden. Der Transaktionswert selbst ist irrelevant und sollte nicht als Trade erfasst werden.
Multi-Step DeFi (Zap-Funktionen)
Einige DeFi-Protokolle bündeln mehrere Aktionen in einer Transaktion – sogenannte Zap-Funktionen. Zum Beispiel: Swap + Einzahlung in einen Liquidity Pool in einem Schritt. In Blockpit muss jeder Schritt einzeln geprüft und korrekt gelabelt werden. Ein Zap kann einen Trade und einen Deposit gleichzeitig enthalten.
06 Die Logik-Kette: Warum korrekte Labels wichtig sind
Unlabeled Transaktionen sind nicht nur ein Darstellungsproblem in Blockpit. Sie haben direkte Auswirkungen auf die gesamte Kette von der Krypto-Dokumentation bis zur Compliance.
Die Abhängigkeit:
Krypto-Dokumentation
Jede Transaktion braucht ein korrektes Label. Unlabeled Einträge erzeugen Lücken in der Dokumentation.
Steuerberechnung
Blockpit berechnet Gewinne und Verluste auf Basis der Labels. Fehlende oder falsche Labels verzerren das Ergebnis.
Compliance
Der Steuerbericht ist nur so korrekt wie die zugrunde liegende Dokumentation. Bei Rückfragen braucht es nachvollziehbare Daten.
07 Was unlabeled Transaktionen für die Steuererklärung bedeuten
Unlabeled Transaktionen in Blockpit sind mehr als ein Darstellungsproblem. Sie verfälschen die Steuerberechnung direkt: Ausgänge werden als Verkäufe mit vollem Gewinn erfasst, Eingänge erhalten Kostenbasis 0 EUR. Das hat konkrete steuerrechtliche Konsequenzen.
Konkrete Risiken bei unlabeled Transaktionen:
| Problem | Steuerliche Auswirkung | Risiko |
|---|---|---|
| „Fehlendes Label (Aus)“ (wird als Verkauf behandelt) | Fiktiver steuerpflichtiger Gewinn | Zu hohe Steuerlast |
| „Fehlendes Label (Ein)“ (Kostenbasis 0 EUR) | Späterer Verkauf wird als Vollgewinn berechnet | Falsche Gewinnberechnung |
| Fehlende DeFi-Labels (Rewards, Zinsen) | Erträge nicht korrekt erfasst | Unvollständige Einkommenserkärung |
| Nicht verknüpfte Bridge-Transfers | Doppelte Abflüsse oder fehlende Zuflüsse | Ergänzungsersuchen durch Finanzamt |
Besonders kritisch seit DAC8 im Januar 2026 aktiv wurde: Krypto-Börsen melden Transaktionsdaten automatisch an die Finanzbehörden. Wenn Blockpit durch unlabeled Transaktionen falsche Gewinne berechnet und diese in der Steuererklärung landen, stimmen die Zahlen nicht mit den DAC8-Meldungen überein. Die Folge kann sein: ein Ergänzungsersuchen vom Finanzamt.
08 Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist
Bei über 500 dokumentierten Portfolios zeigt sich ein klares Muster: Je mehr Chains und DeFi-Protokolle genutzt wurden, desto höher der Anteil unlabeled Transaktionen, und desto größer der Aufwand für eine manuelle Bereinigung ohne systematischen Ansatz.
Einzelne unlabeled Transaktionen kannst du selbst beheben. Aber es gibt Situationen, in denen der Aufwand oder die Komplexität den Rahmen der Selbsthilfe übersteigt. Ab einem gewissen Punkt lohnt sich professionelle Krypto-Datenaufbereitung.
Bei hunderten fehlenden Labels
Wenn Blockpit dutzende oder hunderte Transaktionen ohne Label führt, wird die manuelle Klassifizierung extrem zeitaufwendig. Jede einzelne Transaktion im Blockchain Explorer nachzuschlagen und korrekt zu labeln kann bei einem aktiven DeFi-Portfolio schnell Tage dauern.
Neu in Blockpit: Editierungs-Historie und Prüf-Markierungen
Blockpit hat zwei Funktionen ergänzt, die bei großen Mengen helfen: Jede Transaktion hat einen Reiter „Editierungen“, der zeigt, was an ihr geändert wurde, und sie über „Transaktion zurücksetzen“ wieder in den Ausgangszustand bringt. Zusätzlich lassen sich Transaktionen als „Zur Prüfung markiert“ oder „Als geprüft markiert“ kennzeichnen und danach filtern.
Das ist eine echte Verbesserung gegenüber früher, wo Korrekturen kaum nachvollziehbar waren. Es löst allerdings ein anderes Problem als das eigentliche: Die Funktionen helfen dabei, den Überblick über die eigene Arbeit zu behalten. Ob ein Label inhaltlich richtig gesetzt ist, entscheidet weiterhin die Frage, was on-chain tatsächlich passiert ist – und dafür braucht es die Transaktionsdaten selbst, nicht die Markierung.
Bei komplexen DeFi-Portfolios
Wer auf mehreren Chains aktiv ist, verschiedene DeFi-Protokolle nutzt und regelmäßig Bridges verwendet, hat ein Portfolio, das besondere Expertise erfordert. Die Verknüpfung von Cross-Chain-Transfers, die korrekte Zuordnung von LP-Rewards und das Tracking von Cross-Chain-Swaps sind Aufgaben, bei denen Fehler schnell zu falschen Steuerberechnungen führen.
TX-Partner Krypto-Dokumentation
TX-Partner hat sich auf genau diese Aufbereitung spezialisiert: unlabeled Transaktionen in Blockpit systematisch identifizieren, klassifizieren und die Krypto-Dokumentation auf einen sauberen, nachvollziehbaren Stand bringen. Das umfasst DeFi-Transaktionen, Bridge-Verknüpfungen, Scam-Token-Bereinigung und die anschließende Neuberechnung im Tool.
- Systematische Klassifizierung – Alle unlabeled Transaktionen werden identifiziert und korrekt gelabelt
- DeFi-Expertise – Lending, Liquidity Pools, Bridges und Staking korrekt zugeordnet
- Cross-Chain-Verknüpfung – Bridge-Transfers zwischen Chains sauber verbunden
- Saubere Krypto-Dokumentation – Belastbar für Steuerberater und Finanzamt
Wo der Vorgang eindeutig ist, lassen sich fehlende Labels mit etwas Geduld selbst setzen. Bei komplexen DeFi-Portfolios, vielen Chains oder Bridge-Aktivitäten kommt das Tool aber an seine Grenzen. Wenn unklar ist, ob deine Krypto-Doku trägt, schauen Robert oder Johannes im kostenlosen Doku-Check drauf und sagen ehrlich, was passt und wo professionelle Aufarbeitung sinnvoll ist.