CoinTracking 8. Februar 2026 | 9 Min. Lesezeit

CoinTracking Fehlende Transaktionen finden & ergänzen

Robert Thorn, Co-Founder TX-Partner
Robert Thorn

Co-Founder & Spezialist für Krypto-Datenaufbereitung · · Aktualisiert:

100%Krypto-Daten-Experten
500+ Fälle Erfahrung
8Jahre Professionelle Erfahrung
CoinTracking Fehlende Transaktionen finden und ergänzen

Das Wichtigste auf einen Blick

  • ✓ "Fehlende Transaktionen" = Ein-/Auszahlungen ohne Gegenpart – Quelle nicht importiert oder falsch klassifiziert
  • ✓ Häufigste Ursache: nicht alle je genutzten Börsen/Wallets importiert – dann Scam-Token, API-Lücken, Bridges
  • ✓ Diagnose immer über: Analyse → Checks → Fehlende Transaktionen
  • ✓ Jede Chain muss separat importiert werden (Ethereum, Polygon, Arbitrum etc.)
  • ✓ CoinTracking matcht Ein-/Auszahlungen automatisch in % – niedrige (rote) Treffer unbedingt prüfen

CoinTracking zeigt unter "Fehlende Transaktionen" hunderte Einträge? Das kann zweierlei heißen: Entweder sind nicht alle Quellen importiert – dann fehlen die Daten wirklich – oder die importierten Ein- und Auszahlungen sind falsch klassifiziert, weshalb CoinTracking sie als fehlend anzeigt. In beiden Fällen weiß CoinTracking nicht, woher ein Asset kam oder wohin es ging – es kennt die spezifischen Hintergründe deiner Zu- und Abflüsse nicht, die nur du kennst und die nicht in der Blockchain stehen. Genau diese ungepaarten Ein- und Auszahlungen verursachen Folgefehler im Steuerreport. In diesem Artikel erfährst du, was das genau bedeutet und wie du die Ursachen systematisch behebst.

01 Das Problem: Fehlende Transaktionen in CoinTracking

"Fehlende Transaktionen" in CoinTracking heißt fast nie, dass ein Datenbankeintrag verschwindet. Es heißt: Für eine Ein- oder Auszahlung fehlt der Gegenpart. Beispiel: Du transferierst ETH von Binance auf dein Wallet. In CoinTracking erscheint die Auszahlung von Binance – aber die Einzahlung auf dem Wallet fehlt, weil das Wallet (oder die jeweilige Chain) gar nicht importiert ist. CoinTracking verbindet Ein- und Auszahlungen nämlich automatisch: Es matcht sie über Betrag, Chronologie und Zeitgenauigkeit und bewertet jeden Treffer in Prozent – von Exakt über Hoch, Mittel und Niedrig bis Kein Treffer. Fehlt die Gegenseite ganz, bleibt die Ein- oder Auszahlung ungepaart.

Unter Analyse → Checks → Fehlende Transaktionen lässt du dir alle Treffer anzeigen (Ansicht „Alle Ein- und Auszahlungen", Filter „90–100 % ausblenden" deaktivieren) – mit der Genauigkeit in Prozent und Filtern wie "Genauigkeit des Betrages" oder "Zeitgenauigkeit". Treffer, die als niedriges Match (rot) bewertet sind, solltest du dir unbedingt einzeln ansehen: Dahinter stecken in den meisten Fällen Ungereimtheiten, die im Steuerreport zu Datenfehlern führen. TX-Partner geht in der Aufarbeitung genau diese niedrig bewerteten Treffer durch und paart die Gegenseiten korrekt, bevor CoinTracking den Report berechnet.

CoinTracking-Ansicht „Alle Ein- und Auszahlungen“ mit Filtern für Betrags- und Zeitgenauigkeit und der Treffer-Bewertung von Exakt bis Kein Treffer
Die Ansicht „Alle Ein- und Auszahlungen“: CoinTracking paart automatisch und bewertet jeden Treffer in Prozent (Exakt → Kein Treffer). Filter wie „Genauigkeit des Betrages“ und „Zeitgenauigkeit“ steuern nur, was angezeigt wird – nicht das Ergebnis im Steuerreport.

Wichtig zu verstehen: Diese Übersicht ist nur eine Lupe, nicht das Ergebnis. Du kannst die Toleranz weit stellen (z. B. Betragsgenauigkeit 90 %, großzügiges Zeitfenster), um wirklich alle Ein- und Auszahlungen zu sehen – oder ganz eng auf 100 %, sodass nur exakte Paare übrig bleiben. Bei 100 % fällt schon ein kleiner Fee-Fehler aus dem Match: Eine Auszahlung paart nur sauber, wenn Auszahlung minus Netzwerk-Fee exakt der Einzahlung entspricht – fehlt oder verschiebt sich eine Fee, sinkt die Übereinstimmung auf z. B. 95 %. Ob am Ende aber wirklich alles korrekt zugeordnet ist, entscheidet nicht diese Ansicht, sondern der Steuerreport – dort tauchen die echten Warnungen und Folgefehler auf.

Die Diagnose läuft in CoinTracking immer über denselben Pfad: Analyse → Checks → Fehlende Transaktionen. Dieser Check zeigt dir auf einen Blick alle Ein- und Auszahlungen, die keinen Transfer-Gegenpart haben.

Quelle: CoinTracking Help Center

Fehlende Transaktionen erkennen:

Ungepaarte Einzahlungen

Einzahlungen (Deposits) ohne zugehörige Auszahlung auf der Quellseite. CoinTracking weiß nicht, woher das Asset kam.

Ungepaarte Auszahlungen

Auszahlungen (Withdrawals) ohne zugehörige Einzahlung auf der Zielseite. CoinTracking weiß nicht, wohin das Asset ging.

Scam & Spam Token

Unerwünschte Airdrops und Scam-Token erzeugen Einzahlungen ohne Gegenpart – eine der häufigsten Ursachen in CoinTracking.

Folgefehler im Steuerreport

Ungepaarte Ein- und Auszahlungen verursachen Warnungen und Folgefehler im Steuerreport: falsche Anschaffungskosten, aus denen CoinTracking falsche Gewinne berechnet.

02 Warum fehlen Transaktionen?

Die Ursachen für ungepaarte Ein- und Auszahlungen sind vielfältig. Am häufigsten werden schlicht nicht alle je genutzten Börsen und Wallets importiert – oder bei einer Börse nur die Trades, nicht aber die Ein- und Auszahlungen. Dazu kommen Scam- und Spam-Token, unvollständige API-Imports sowie Bridges und Cross-Chain-Swaps.

  • Nicht alle Quellen importiert – Die häufigste und zugleich einfachste Ursache: Eine Börse oder ein Wallet, das du früher genutzt hast, fehlt komplett. Oder bei einer Börse wurden nur die Trades importiert, nicht aber die Ein- und Auszahlungen. Dann fehlt CoinTracking die Gegenseite jedes Transfers.
  • Scam & Spam Token/NFTs – Unerwünschte Airdrops und Scam-Token erzeugen Einzahlungen ohne Gegenpart. CoinTracking kann diese nicht zuordnen und listet sie als "fehlende Transaktionen". Eine der häufigsten Ursachen in CoinTracking.
  • Unvollständige API-Imports – Exchange-APIs exportieren nicht alles. Interne Transfers, Staking-Rewards oder ältere Transaktionen fehlen häufig. CSV-Ergänzungen sind nötig, damit Ein- und Auszahlungen vollständig gepaart werden. Besonders bei Börsen wie MEXC, Bybit oder KuCoin lohnt sich ein Blick in die Bilanz pro Börse-Übersicht in CoinTracking, um Lücken pro Plattform aufzudecken.
  • Bridges & Cross-Chain Swaps – Bei Cross-Chain Swaps geht Asset A raus und Asset B kommt rein – CoinTracking erkennt den Zusammenhang nicht, da unterschiedliche Assets beteiligt sind. Bei Bridges fehlt oft die Ziel-Chain im Import (z.B. nur Ethereum importiert, aber nicht Base nach einem Bridge).
  • Manuelle Transfers nicht zugeordnet – OTC-Deals, P2P-Transfers, ICOs/Pre-Sales (die Token kommen oft viel später an als die Zahlung rausging), Schenkungen innerhalb der Familie oder Krypto-Zahlungen. Die Transaktion existiert in CoinTracking, aber der Typ ist falsch klassifiziert – z.B. "Einzahlung" statt "Payment" oder "Trade".
  • Fehlende Chain-Imports bei Wallets – Du hast dein Ethereum-Wallet importiert, aber nicht die gleiche Adresse auf Polygon, Arbitrum oder Base. Jede Chain muss separat erfasst werden, damit Transfers gepaart werden können.

In der Praxis trifft fast immer eine Kombination dieser Ursachen zu. Wer seit mehreren Jahren aktiv ist und verschiedene Plattformen genutzt hat, muss systematisch vorgehen, um alle Lücken zu finden. Fehlende Transaktionen führen zu falschen Beständen und Anschaffungskosten – und damit zu einer fehlerhaften Berechnung im Steuerreport, weil CoinTracking die Herkunft oder den Verbleib von Assets nicht korrekt nachvollziehen kann.

Schnellreferenz: Fehlende Transaktion → Ursache → Lösung

Fehlende Transaktion Wahrscheinliche Ursache Lösung
Viele unbekannte Einzahlungen Scam-/Spam-Token-Airdrops Contract als Scam markieren
Auszahlung ohne Einzahlung am Ziel Ziel-Wallet nicht importiert Wallet-Adresse pro Chain importieren
Einzahlung ohne Auszahlung an Quelle Quell-Börse nicht verbunden CSV-Export nachimportieren
Bridge-Transfer nur eine Seite Ein- und Auszahlungs-Asset unterschiedlich Über einen Trade verknüpfen
OTC-/P2P-Transfer als Einzahlung Falscher Transaktionstyp zugewiesen Transaktionstyp korrekt setzen (z.B. Payment, Trade)

03 Fehlende Transaktionen systematisch finden

Die gute Nachricht: CoinTracking bietet einen eigenen Check, um fehlende Transaktionen gezielt zu finden. Der Pfad ist immer derselbe: Analyse → Checks → Fehlende Transaktionen.

Schritt 1: Check "Fehlende Transaktionen" öffnen

Navigiere zu Analyse → Checks → Fehlende Transaktionen. Dieser Check zeigt dir eine Liste aller Ein- und Auszahlungen, die keinen passenden Transfer-Gegenpart haben. Die Liste lässt sich nach Asset, Datum, EUR-Wert oder Börse sortieren – so kannst du schnell Muster erkennen und die relevantesten Einträge zuerst bearbeiten.

Schritt 2: Transaktions-Hash recherchieren

Für jeden Eintrag in der Liste solltest du den Transaktions-Hash prüfen. Suche den Hash in einem Blockchain Explorer wie Etherscan oder in Analyse-Tools wie Arkham. Dort siehst du, woher die Transaktion kam oder wohin sie ging und kannst nachvollziehen, warum CoinTracking sie als "fehlend" einstuft.

Schritt 3: Ursache verstehen

Es gibt mehrere typische Gründe, warum eine Transaktion als "fehlend" angezeigt wird:

  • Falscher Transaktionstyp: Eine Einzahlung ist eigentlich ein Reward oder Airdrop – es gibt also gar keinen Transfer-Gegenpart, weil es kein Transfer ist.
  • Auszahlung ist kein Transfer: Es handelt sich um ein Payment, eine Loan-Rückzahlung oder eine andere Ausgabe, die keinen Eingangs-Gegenpart braucht.
  • Fehlende Quelle: Das Ziel-Wallet oder die Quell-Börse wurde schlicht nicht importiert – der Gegenpart existiert in den Daten nicht.

Schritt 4: Korrektur durchführen

Je nach Ursache gibt es zwei Lösungswege: Entweder du passt den Transaktionstyp an (z.B. von "Einzahlung" auf "Airdrop" oder von "Auszahlung" auf "Payment") – oder du importierst die fehlende Quelle (Wallet oder Börse), damit der Transfer-Gegenpart in den Daten vorhanden ist und CoinTracking die Zuordnung herstellen kann.

Pfad: Analyse → Checks → Fehlende Transaktionen

04 Fehlende Transaktionen korrigieren

Sobald du die fehlenden Quellen identifiziert hast, geht es darum, die Daten korrekt in CoinTracking zu bringen. Je nach Quelle gibt es unterschiedliche Wege.

CSV-Import von Börsen

Der CSV-Import ist oft der zuverlässigste Weg – besonders für ältere Daten, die über die API nicht mehr verfügbar sind. Logge dich bei der jeweiligen Börse ein, lade den vollständigen Trade-Export herunter und importiere ihn über die CoinTracking-Importseite. Achte darauf, den richtigen CSV-Parser auszuwählen – CoinTracking bietet für die meisten Börsen vordefinierte Formate.

Wallet-Adressen ergänzen

Hier ist Gründlichkeit entscheidend: Jede Chain muss separat importiert werden. Wenn du eine Ethereum-Adresse hast, die auch auf Polygon, Arbitrum, Optimism, Base oder Solana aktiv war, musst du für jede dieser Chains den Import durchführen – auf Solana prüfst du die Einträge gegen Solscan, weil die Adresse dort statt auf Etherscan auftaucht. Ein einzelner fehlender Chain-Import kann dutzende Transaktionen verschlucken, und jeder Transfer oder jede Auszahlung, deren Gegenseite auf einer nicht importierten Chain liegt, bleibt ungepaart, bis beide Seiten vorhanden sind.

Genau daher kommen die ungepaarten Einträge: eine Auszahlung von einer Chain ohne passende Einzahlung auf der nächsten. TX-Partner rekonstruiert diese fehlenden Gegenseiten aus den On-Chain-Daten beider Chains und den passenden Börsen-Exporten, sodass CoinTracking den Transfer paart und die richtige Kostenbasis berechnet statt eines Phantom-Verkaufs.

Manuelle Einträge

Für Transaktionen, die sich nicht automatisch importieren lassen – OTC-Deals, P2P-Transfers, Airdrops von nicht unterstützten Protokollen – musst du manuelle Einträge erstellen. Verwende dafür die CoinTracking-Eingabemaske und achte auf korrekte Zeitstempel, Mengen und Transaktionstypen.

Geschlossene Börsen: DSGVO-Datenanfrage

Bei geschlossenen Börsen wie FTX gibt es eine Option, die viele nicht kennen: die DSGVO-Datenanfrage. Über die DSGVO hast du das Recht auf eine Kopie deiner personenbezogenen Daten. Bei Börsen in Insolvenz richtest du diese Anfrage an den Insolvenzverwalter. Alternativ lassen sich On-Chain-Transaktionen über Blockchain Explorer wie Etherscan oder Solscan rekonstruieren.

API vs. CSV: Wann welcher Weg?

Als Faustregel gilt: API für laufende, aktuelle Daten – sie synchronisiert automatisch und hält den Account aktuell. CSV für historische Daten und einmalige Imports – besonders wenn die API ältere Transaktionen nicht mehr liefert. In vielen Fällen ist eine Kombination aus beiden sinnvoll: CSV für die Vergangenheit, API für die laufende Synchronisation.

Import-Wege im Überblick:

API-Import

Automatische Synchronisation für aktive Börsen-Accounts. Laufende Daten, aber oft limitiert bei historischen Transaktionen.

CSV-Import

Vollständige Trade-Historie einer Börse. Besonders wichtig für ältere Daten und geschlossene Accounts.

Wallet-Import

Blockchain-basierter Import. Jede Chain einzeln – Ethereum, Polygon, Arbitrum, Solana etc. separat hinzufügen.

Manuelle Eingabe

Für OTC-Deals, P2P-Transfers und nicht-importierbare Quellen. Sorgfalt bei Zeitstempel und Beträgen nötig.

05 CoinTracking CSV Import Fehler & API-Lücken beheben

Ein paar Hinweise, die in der Praxis viel Zeit sparen und typische Fehler vermeiden.

Scam-Token richtig behandeln

Scam-Token tauchen in fast jedem Wallet auf: Token, die du nie gekauft hast und die plötzlich in deinem CoinTracking erscheinen. Sie verzerren die Bilanz und können falsche Bestände erzeugen. Die Lösung in CoinTracking: Den Contract als Scam markieren ODER den Ticker ändern, damit er nicht mit einem echten Asset verwechselt wird. So bleibt die Transaktion dokumentiert, ohne die Berechnung zu verfälschen.

Diagnose-Pfad immer gleich

Wenn du fehlende Transaktionen suchst, ist der Startpunkt immer derselbe: Analyse → Checks → Fehlende Transaktionen. Mache es dir zur Gewohnheit, nach jedem Import diesen Check zu prüfen. So erkennst du sofort, ob der Import erfolgreich war oder ob neue ungepaarte Ein-/Auszahlungen entstanden sind.

Nach Import: Bestände vergleichen

Nach jedem Import solltest du die CoinTracking-Bestände mit den tatsächlichen Beständen auf deinen Wallets und Börsen vergleichen. Nur so stellst du sicher, dass keine Transaktionen fehlen und keine Duplikate entstanden sind. Das ist besonders nach einem CSV-Import wichtig, da hier leichter Überschneidungen mit bestehenden API-Daten auftreten.

Nicht "Alle Wallets importieren" verwenden

CoinTracking bietet eine Funktion, die suggeriert, man könne alle Wallets auf einmal importieren. Davon ist abzuraten. Besser: Gezielt einzelne Wallet-Adressen pro Chain importieren und nach jedem Import über Analyse → Checks → Fehlende Transaktionen prüfen, ob neue ungepaarte Einträge entstanden sind.

Für eine umfassende Übersicht über die häufigsten CoinTracking-Probleme und deren Lösungen: Alle CoinTracking Fehler im Überblick.

06 Die Logik-Kette: Warum fehlende Transaktionen alles beeinflussen

Fehlende Transaktionen sind kein isoliertes Problem. Sie wirken sich auf die gesamte Kette aus – von der Krypto-Dokumentation über die Steuerberechnung bis zur Compliance.

Die Reihenfolge:

1.

Krypto-Dokumentation

Alle Transaktionen aus allen Quellen – Börsen, Wallets, DeFi – vollständig in CoinTracking erfasst. Das ist die Grundlage.

2.

Steuerberechnung

CoinTracking berechnet Gewinne und Verluste auf Basis dieser Daten. Fehlende Transaktionen führen zu falschen Anschaffungskosten und damit zu falschen Ergebnissen.

3.

Compliance

Der Steuerberater und das Finanzamt arbeiten mit den Zahlen aus der Steuerberechnung. Stimmt die Basis nicht, stimmt nichts.

Fehlende Transaktionen führen zu falschen Beständen. Falsche Bestände führen zu falschen Anschaffungskosten. Falsche Anschaffungskosten führen zu einer falschen Steuerberechnung. Und eine falsche Steuerberechnung wird spätestens dann zum Problem, wenn das Finanzamt die Daten mit den DAC8-Meldungen der Börsen abgleicht.

Die Krypto-Dokumentation ist die Grundlage. Wenn sie Lücken hat, kann nichts darauf Aufbauendes stimmen.

07 Warum fehlende Transaktionen den CoinTracking-Steuerreport verfälschen

Fehlende Transaktionen sind nicht nur ein Anzeige-Problem. CoinTracking rechnet immer mit dem, was da ist – fehlt der Gegenpart einer Einzahlung, fehlt auch die Anschaffungskostenbasis, und CoinTracking setzt sie auf 0 €. Sobald das betroffene Asset später getauscht oder weiterverwendet wird, berechnet CoinTracking daraus einen zu hohen Gewinn. TX-Partner ist kein Steuerberater – aber aus über 500 Fällen kennt TX-Partner das Muster, wie aus einer Lücke in der Dokumentation ein falsch berechneter Steuerreport wird.

Wie sich fehlende Transaktionen im CoinTracking-Report auswirken

Situation Was dahintersteckt Auswirkung / Risiko
Ungepaarte Einzahlung Anschaffungskosten = 0 € Gewinn wird massiv überschätzt, sobald das Asset getauscht oder verkauft wird
Ungepaarte Auszahlung Abgang ohne erkanntes Ziel Deutet auf eine Lücke hin – ein Compliance-Thema bei der Datenprüfung (wohin floss das Asset?), kein reiner Rechenfehler
Scam-Token als Einzahlung Phantom-Zufluss, oft mit gefälschtem Ticker Keine echte Einnahme – verfälscht aber Bestände und Bewertung, mögliches Compliance-Thema
Fehlende Chain-Imports Gegenseite auf der Ziel-Chain fehlt Compliance-Thema bei der Datenprüfung. CoinTracking wertet den Abgang – anders als Blockpit – nicht automatisch als Verkauf

Der Effekt summiert sich: Eine einzige ungepaarte Einzahlung zieht sich durch jede spätere Transaktion mit demselben Asset. Mit DAC8 melden die Börsen ab 2026 ihre Transaktionsdaten direkt an die Finanzbehörden – ein Report, der auf einer lückenhaften Datengrundlage berechnet wurde, weicht dann sichtbar von diesen Meldungen ab. Deshalb ist die saubere Datengrundlage der eigentliche Hebel, nicht der Tool-Export.

08 Wann TX-Partner helfen kann

Viele fehlende Transaktionen lassen sich mit dem hier beschriebenen Vorgehen selbst finden und ergänzen. Es gibt aber Situationen, in denen der Aufwand den Rahmen eines Selbst-Projekts sprengt.

  • Bei dutzenden fehlenden Quellen – Wenn du über Jahre hinweg viele Börsen und Wallets genutzt hast und die Lücken sich durch die gesamte Transaktionshistorie ziehen, wird die Aufarbeitung komplex. TX-Partner arbeitet systematisch alle Quellen ab und bringt die Krypto-Dokumentation in einen konsistenten Zustand.
  • Bei geschlossenen Börsen – Die Rekonstruktion von Daten geschlossener Börsen erfordert DSGVO-Anfragen, On-Chain-Recherche und manuelle Einträge. TX-Partner hat Erfahrung mit den häufigsten Fällen und kennt die Prozesse.
  • Bei komplexen DeFi-Portfolios mit Multi-Chain-Aktivitäten – Wer auf Ethereum, Polygon, Arbitrum, Solana, Avalanche und weiteren Chains aktiv ist und DeFi-Protokolle nutzt, hat eine Transaktionshistorie, die CoinTracking allein nicht vollständig abbilden kann. TX-Partner übernimmt die vollständige Erfassung und Zuordnung aller Chains und Protokolle.

CoinTracking-Spezialisten für AT und DE

Krypto-Dokumentation in Österreich und Deutschland funktioniert unterschiedlich. CoinTracking muss für beide Länder jeweils anders eingestellt sein, sonst stimmt der Steuerreport nicht.

TX-Partner gehört zu den ausgewiesenen Experten für Krypto-Datenaufbereitung und hat mit dir gemeinsam schon viele Portfolios aus AT und DE aufgearbeitet, oft Hand in Hand mit der jeweiligen Steuerberatung. Du bekommst keine Standard-Konfiguration, sondern die Einstellungen, die zu deinem Land, deinem Setup und deinen Aktivitäten passen, vom Altbestand bis zum DeFi-Wallet.

Du kommst mit diesen CoinTracking-Fehlern nicht weiter? In manchen Fällen reicht das Tool allein nicht aus. TX-Partner dokumentiert Krypto-Portfolios tool-unabhängig und hat diese Fehler hundertfach gelöst.
Robert Thorn

Co-Founder & Spezialist für Krypto-Datenaufbereitung

Robert Thorn ist Co-Founder von TX-Partner. Bringt Erfahrung aus über 500 dokumentierten Krypto-Portfolios mit, von einfachem Bitcoin-Handel bis zu sechsstelligen DeFi-Setups über mehrere Chains und Jahre. Schließt die Lücke zwischen Rohdaten und sauberer Doku für Steuer und Banken in AT und DE.

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Häufige Fragen zu fehlenden Transaktionen

Über den Pfad Analyse → Checks → Fehlende Transaktionen. Dieser Check zeigt alle Ein- und Auszahlungen, die keinen Transfer-Gegenpart haben. Die Liste lässt sich nach Asset, Datum, EUR-Wert oder Börse sortieren.

Eine "fehlende Transaktion" ist eine Ein- oder Auszahlung ohne passendes Gegenstück. Mögliche Gründe: Der Transaktionstyp ist falsch (z.B. Einzahlung statt Airdrop), eine Auszahlung ist eigentlich ein Payment, oder das Ziel-Wallet bzw. die Quell-Börse wurde nicht importiert. Die Lösung: Transaktionstyp anpassen oder fehlende Quellen importieren.

Indirekt ja – über die Daten. Wenn CoinTracking den Zusammenhang zwischen Kauf und Verkauf nicht herstellen kann (weil eine Seite fehlt oder falsch klassifiziert ist), berechnet das Tool die Haltedauer auf einer falschen Basis. Wie sich das steuerlich auswirkt, hängt vom jeweiligen Land und deiner Steuerberatung ab – unsere Aufgabe ist, die Datenbasis so aufzubereiten, dass Kauf und Verkauf korrekt verknüpft sind und CoinTracking überhaupt richtig rechnen kann.

Ein Wallet-Import bringt alle On-Chain-Transaktionen. Darunter sind oft Scam-Token-Airdrops und Transfers von nicht importierten Quellen. Das ist normal und kein Fehler des Imports. Diese Einträge müssen aber korrekt klassifiziert werden.

CoinTracking erstellt den Steuerreport, der in Österreich und Deutschland beim Finanzamt eingereicht wird. Ob er angenommen wird und ob CoinTracking sauber nach dem jeweiligen Steuerrecht rechnet, entscheidet aber weder das Tool noch TX-Partner – beides steht und fällt mit der Datenqualität. Genau die stellt TX-Partner sicher: eine vollständige, korrekt klassifizierte Datenbasis, auf der CoinTracking überhaupt erst richtig rechnen kann.

Die häufigsten Probleme aus 500+ Fällen: fehlende Transaktionen durch ungepaarte Ein-/Auszahlungen, negative Bestände, doppelte Transaktionen nach API-Resync, fehlklassifizierte DeFi-Interaktionen und Bilanz-Abweichungen gegenüber Börsen-Exports. Jedes Problem liegt in den Daten, nicht im Tool selbst. TX-Partner bereinigt die Datenbasis, damit CoinTracking korrekt rechnet.