Mittelherkunftsnachweis 17. Februar 2026 | 15 Min. Lesezeit

Krypto Mittel­herkunfts­nachweis 2026: Was Banken wirklich brauchen

Robert Thorn, Co-Founder TX-Partner
Robert Thorn

Co-Founder & Spezialist für Krypto-Datenaufbereitung · · Aktualisiert:

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500+ Fälle Erfahrung
8Jahre Professionelle Erfahrung
Krypto Mittelherkunftsnachweis für Banken: Welche Dokumente du brauchst

Hinweis: Dieser Beitrag basiert auf Recherche öffentlicher Quellen (Gesetzestexte, Behörden-Veröffentlichungen, Fachpublikationen) und professioneller Erfahrung. Er gibt einen ersten Überblick, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt kein individuelles Beratungsgespräch mit einer Steuerberatung oder Fachanwaltskanzlei für Steuerrecht. TX-Partner übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Informationen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • ✓ Banken verlangen einen Mittelherkunftsnachweis, wenn Krypto-Gewinne ausgezahlt werden
  • ✓ Der Steuerreport reicht der Bank nicht – sie braucht Mittelfluss-Dokumentation
  • ✓ Du musst sowohl die Fiat-Herkunft als auch den kompletten Krypto-Weg belegen
  • ✓ TX-Hashes, Wallet-Zuordnung und Timeline der Vermögensentwicklung sind Pflicht
  • ✓ Ohne Nachweis drohen Kontosperrung oder Kündigung der Bankbeziehung

Du willst Krypto-Gewinne auf dein Bankkonto auszahlen und die Bank fragt nach einem Mittelherkunftsnachweis. Das ist kein Sonderfall, sondern regulatorischer Alltag. Banken in Österreich, Deutschland und der gesamten EU sind gesetzlich verpflichtet, die Herkunft von Geldmitteln zu prüfen. Bei Krypto-Vermögen stellt das viele Kunden vor eine Herausforderung, denn der Steuerreport aus dem Krypto-Steuertool reicht dafür in der Regel nicht aus.

01 Was ist ein Mittelherkunftsnachweis?

Ein Mittelherkunftsnachweis ist ein Dokument, das die Herkunft und den Verlauf von Geldmitteln nachvollziehbar belegt. Bei Krypto-Vermögen bedeutet das konkret: eine lückenlose Dokumentation, die zeigt, woher die Coins stammen, wie sie sich über die Zeit entwickelt haben und wie sie letztlich zu einem Fiat-Betrag auf dem Bankkonto geführt haben.

Hintergrund ist das Anti-Geldwäsche-Recht: Banken in Österreich und Deutschland müssen die Herkunft auffälliger Geldbewegungen klären, bevor sie eine Auszahlung freigeben. Bei Krypto-Beträgen heißt „auffällig“ in der Praxis oft schon ein fünfstelliger Betrag, manchmal weniger.

Der Mittelherkunftsnachweis ist dabei nicht dasselbe wie ein Steuerreport. Beide basieren auf derselben Krypto-Dokumentation, aber sie beantworten unterschiedliche Fragen. Dazu gleich mehr.

02 Wann verlangen Banken in Österreich einen Krypto-Mittelherkunftsnachweis?

Banken sind nicht willkürlich. Die Anforderung eines Mittelherkunftsnachweises folgt konkreten Auslösern, die in den Compliance-Richtlinien der jeweiligen Bank definiert sind. In der Praxis gibt es typische Situationen, in denen die Bank aktiv wird.

Typische Auslöser:

Auszahlung auf Bankkonto

Ein Betrag von einer Krypto-Börse wird auf dein Girokonto überwiesen. Je nach Höhe und Bankvorgaben löst das eine Prüfung aus.

Kontoeröffnung

Bei der Eröffnung eines neuen Kontos oder einer Geschäftsbeziehung fragt die Bank nach der Herkunft bestehender Vermögenswerte.

Kredit oder Hypothek

Wenn Krypto-Vermögen als Eigenkapital oder Sicherheit eingebracht wird, muss die Bank die Herkunft nachvollziehen.

Anlassbezogene Compliance-Prüfung

Banken überprüfen bestehende Kundenbeziehungen regelmäßig. Ungewöhnliche Zahlungsmuster können eine Nachfrage auslösen.

Seit Ende 2024 gilt zusätzlich die EU Travel Rule für Krypto: Jeder Transfer zwischen einem Krypto-Dienstleister und einer externen Wallet muss mit Absender- und Empfängerdaten versehen werden, ohne Mindestbetrag. Die Anforderungen an Belege sind damit nochmal gestiegen.

03 Steuerreport vs. Mittelherkunftsnachweis: Der Unterschied

Das ist der Punkt, an dem es in der Praxis am häufigsten zu Missverständnissen kommt. Viele Krypto-Investoren gehen davon aus, dass der Steuerreport aus Blockpit, CoinTracking oder Koinly als Mittelherkunftsnachweis für die Bank ausreicht. Das ist in den meisten Fällen nicht so.

Der Grund liegt in der unterschiedlichen Zielsetzung beider Dokumente.

Zwei Dokumente, zwei Ziele:

Steuerreport

Empfänger: Finanzamt / Steuerberater

Frage: Wie hoch sind die steuerpflichtigen Gewinne und Verluste?

Inhalt: Realisierte Gewinne, Verluste, Haltefristen, steuerlich relevante Transaktionen

Mittelherkunftsnachweis

Empfänger: Bank / Compliance-Abteilung

Frage: Woher stammen die Mittel und wie sind sie geflossen?

Inhalt: Vollständige Mittelflüsse vom Kauf bis zur Auszahlung, On-Chain-Nachweise, Wallet-Zuordnung

Ein Steuerreport zeigt beispielsweise, dass du im Jahr 2025 einen Gewinn von 15.000 Euro realisiert hast. Die Bank interessiert aber etwas anderes: Woher kamen die 80.000 Euro, die auf deinem Konto eingegangen sind? Welche Coins hast du wann gekauft, wie haben sie sich bewegt, und wie kam es letztlich zur Auszahlung?

Der letzte Punkt wird häufig unterschätzt. Viele Krypto-Investoren liefern ihrer Bank einen Export aus dem Krypto-Steuertool mit tausenden Zeilen an Transaktionsdaten. Für die Compliance-Abteilung einer Bank ist das in der Regel nicht verwertbar. Die Bank braucht eine aufbereitete, nachvollziehbare Darstellung, keine Rohdaten.

Ein Mittelherkunftsnachweis ist nicht einfach ein Datenexport. Es ist eine nachvollziehbare Aufbereitung, die zeigt, woher das Geld kommt.

04 Was muss ein Mittelherkunftsnachweis enthalten?

Die genauen Anforderungen variieren je nach Bank und Sachverhalt. Es gibt keinen einheitlichen Standard, den alle Banken fordern. Aus der Praxis lassen sich aber die wesentlichen Bestandteile ableiten, die in den meisten Fällen erwartet werden.

Typische Bestandteile eines Mittelherkunftsnachweises:

Vollständige Mittelfluss-Dokumentation

Von der ersten Einzahlung (Fiat zu Krypto) über alle Transfers, Trades und Aktivitäten bis zur finalen Auszahlung. Keine Lücken im Verlauf.

On-Chain-Verifizierung

TX-Hashes, die zentrale Transaktionen belegen und auf der Blockchain verifizierbar sind. Die Bank oder ihr Compliance-Team kann diese unabhängig prüfen.

Wallet- und Exchange-Zuordnung

Eine klare Übersicht, welche Wallets und Börsen-Accounts dem Kunden gehören und wie sie miteinander verknüpft sind.

Timeline der Vermögensentwicklung

Eine chronologische Darstellung, die zeigt, wie sich das Krypto-Vermögen über die Jahre aufgebaut hat.

Compliance-gerechte Aufbereitung

Das Dokument muss für Nicht-Krypto-Experten verständlich sein. Die Compliance-Abteilung der Bank ist meist kein Blockchain-Spezialist.

Der letzte Punkt wird häufig unterschätzt. Viele Krypto-Investoren liefern ihrer Bank einen Export aus dem Krypto-Steuertool mit tausenden Zeilen an Transaktionsdaten. Für die Compliance-Abteilung einer Bank ist das in der Regel nicht verwertbar. Die Bank braucht eine aufbereitete, nachvollziehbare Darstellung, keine Rohdaten.

Ein Mittelherkunftsnachweis ist nicht einfach ein Datenexport. Es ist eine nachvollziehbare Aufbereitung, die zeigt, woher das Geld kommt.

05 Welche Dokumente braucht die Bank konkret?

Die genaue Liste variiert je nach Bank. In der Praxis hat sich aber gezeigt, welche Dokumente in den meisten Fällen erwartet werden. Dabei gilt: Die Bank will in der Regel nicht nur den Krypto-Weg sehen, sondern auch die Fiat-Herkunft nachvollziehen. Also: Woher kam das Geld, mit dem du die Kryptowährungen ursprünglich gekauft hast?

Fiat-Herkunft: Woher kam das Investitionskapital?

Dokumente je nach Herkunft des Kapitals:

Gehalt / Einkommen

Kontoauszüge der letzten 3-6 Monate, die den Gehaltseingang und die Überweisung an die Krypto-Börse zeigen. In Österreich zusätzlich der Jahreslohnzettel (L16).

Erbschaft

Einantwortungsurkunde (AT) oder Erbschein (DE), gegebenenfalls ein Kontoauszug mit der Gutschrift.

Schenkung

Schenkungsvertrag oder Schenkungsurkunde, bei Geldbeträgen zusätzlich der Kontoauszug mit Gutschrift.

Immobilien- oder Wertpapierverkauf

Kaufvertrag, Grundbuchauszug oder Depot-Auszug mit Verkaufsabrechnung, jeweils ergänzt durch den Kontoauszug mit Zahlungseingang.

Kredit / Darlehen

Kreditvertrag, unterzeichnet von allen Parteien, plus Kontoauszug mit der Auszahlung.

Selbstständigkeit / Unternehmen

Einnahmen-Ausgaben-Rechnung oder Bilanz, Steuerbescheid, gegebenenfalls Firmenbuchauszug (AT) oder Handelsregisterauszug (DE).

Krypto-Weg: Vom Kauf bis zur Auszahlung

Krypto-spezifische Nachweise:

Börsen-Transaktionshistorien

CSV- oder PDF-Export der vollständigen Handelshistorie von jeder genutzten Börse. Muss Kauf- und Verkaufszeitpunkte, Beträge und Gegenpaare enthalten.

On-Chain-Nachweise (TX-Hashes)

Transaktions-Hashes der relevanten Blockchain-Transfers. Damit kann die Bank oder ihr Compliance-Dienstleister die Transaktionen unabhängig über einen Block-Explorer verifizieren.

Wallet-Zuordnung

Eine Übersicht, welche Wallet-Adressen dir gehören und wie sie mit deinen Exchange-Accounts verknüpft sind.

SEPA-Überweisungsbelege

Kontoauszüge, die die Einzahlung von deinem Bankkonto auf die Krypto-Börse und die spätere Auszahlung zurück zeigen.

Vermögensentwicklung (Timeline)

Eine chronologische Übersicht, die den Aufbau des Krypto-Vermögens über die Jahre nachvollziehbar macht.

Ein häufiger Denkfehler: Manche Krypto-Investoren glauben, dass nur der Krypto-Teil dokumentiert werden muss. Aber wenn du 2019 mit 30.000 Euro in Krypto investiert hast, will die Bank auch wissen, woher diese 30.000 Euro kamen. War das Gehalt? Ein Immobilienverkauf? Eine Erbschaft? Beide Seiten gehören zusammen.

06 DeFi, Staking und Mining: Warum es komplizierter wird

Wer Kryptowährungen nur auf einer zentralen Börse gekauft und gehalten hat, hat es vergleichsweise einfach. Die Börse liefert Transaktionshistorien, und die Zuordnung ist in der Regel eindeutig. Deutlich aufwendiger wird es bei DeFi-Aktivitäten, Mining und Staking.

Besondere Herausforderungen:

DeFi-Protokolle (Uniswap, Aave, Curve...)

Es gibt keine zentrale Börse, die einen Export liefert. Alle Transaktionen liegen ausschließlich On-Chain. Liquidity Providing, Yield Farming und Token-Swaps über dezentrale Börsen müssen einzeln nachvollzogen und dokumentiert werden.

Multi-Chain und Bridges

Wer Assets zwischen Ethereum, Polygon, Arbitrum oder Solana bewegt hat, muss die Bridge-Transaktionen lückenlos dokumentieren. Für die Bank sieht ein Bridge-Transfer zunächst aus wie ein Abfluss auf der einen und ein unerklärter Zufluss auf der anderen Chain.

Mining

Hier braucht die Bank in der Regel Nachweise über die Mining-Hardware (Kaufbelege, Fotos), Pool-Informationen (Rewards, Hashrate) und die Transaktionshistorie der Mining-Wallets mit TX-Hashes.

Staking-Rewards und Airdrops

Staking-Erträge und Airdrops sind Zuflüsse ohne Gegenleistung. Für die Bank muss dokumentiert werden, woher der ursprüngliche Stake kam, welche Rewards generiert wurden und wie Airdrops auf die eigene Wallet gelangt sind.

NFT-Verkäufe

NFT-Transaktionen laufen häufig über Marktplätze wie OpenSea oder Blur. Die Kauf- und Verkaufshistorie muss mit Wallet-Adressen und TX-Hashes belegt werden, inklusive der Provenienz des NFTs.

Bei einfachen Portfolios (Kauf auf Börse, Halten, Verkauf) ist ein Mittelherkunftsnachweis in der Regel mit überschaubarem Aufwand erstellbar. Bei komplexen Portfolios mit DeFi-Aktivitäten, mehreren Chains und Hardware-Wallets steigt der Dokumentationsaufwand erheblich. Genau hier entsteht der größte Handlungsbedarf, denn Krypto-Steuertools allein bilden diese Komplexität häufig nicht korrekt ab.

07 Ohne Mittelherkunftsnachweis: Was passiert?

Die Konsequenzen eines fehlenden oder unvollständigen Mittelherkunftsnachweises sind real und können erheblich sein. Banken und Krypto-Börsen sind gesetzlich verpflichtet, bei Zweifeln an der Mittelherkunft zu handeln.

Mögliche Konsequenzen:

Kontosperrung / eingefrorene Gelder

Die Bank kann eingehende Beträge einfrieren, bis die Herkunft nachgewiesen ist. In der Praxis bedeutet das: Kein Zugriff auf die Gelder, teilweise über Wochen oder Monate.

Kündigung der Bankbeziehung

Wenn der Nachweis nicht erbracht werden kann, kündigen Banken die Geschäftsbeziehung. Ein neues Konto zu eröffnen wird danach deutlich schwieriger, da die Kündigung in internen Systemen vermerkt wird.

Geldwäsche-Verdachtsmeldung

Die Bank ist bei einem Verdacht auf Geldwäsche zur Meldung an die zuständige Behörde (FIU) verpflichtet. Das passiert automatisch und unabhängig davon, ob tatsächlich eine Straftat vorliegt.

Account-Deaktivierung auf Krypto-Börsen

Auch Krypto-Börsen wie Bitpanda verlangen Mittelherkunftsnachweise. Wenn der Nachweis nicht erbracht wird, kann nach einer finalen Prüfung der Account deaktiviert werden. In der Regel gibt es vorher die Möglichkeit, die verbleibenden Bestände abzuziehen.

Der entscheidende Punkt: Diese Konsequenzen treffen nicht nur Fälle mit kriminellem Hintergrund. Sie treffen jeden, der seine Krypto-Herkunft nicht lückenlos dokumentieren kann. Das ist in der Praxis häufiger als man denkt, insbesondere bei Portfolios, die über mehrere Jahre, Börsen und Wallets gewachsen sind.

08 Praxisbeispiel: Vom Bank-Schreiben zur Dokumentation

Ein konkretes Szenario aus der Praxis, anonymisiert dargestellt.

Ausgangslage:

Ein Krypto-Investor aus Österreich möchte 85.000 EUR von einer Krypto-Börse auf sein Bankkonto auszahlen. Die Bank fordert einen Mittelherkunftsnachweis an und gibt eine Frist von 4 Wochen.

Das Portfolio: Käufe seit 2018 auf drei verschiedenen Börsen, Transfers auf ein Hardware-Wallet, mehrere DeFi-Positionen auf Ethereum und Polygon, Staking-Rewards.

Erster Versuch: Der Investor reicht seinen Steuerreport aus dem Krypto-Steuertool ein. Die Bank lehnt ab, da der Report die Mittelflüsse nicht nachvollziehbar darstellt.

Dokumentationsweg:

1

Fiat-Herkunft belegen

Kontoauszüge zeigen die SEPA-Überweisungen vom Gehaltskonto an die Krypto-Börsen zwischen 2018 und 2023. Gehaltszettel belegen die Herkunft des Investitionskapitals.

2

Krypto-Transaktionen rekonstruieren

Alle Börsen-Historien exportieren, On-Chain-Transaktionen auf Ethereum und Polygon nachvollziehen, DeFi-Positionen und Staking-Rewards dokumentieren.

3

Mittelfluss-Dokumentation erstellen

Die gesamte Kette vom Gehaltskonto über die Börsen, DeFi-Protokolle und Wallets bis zur Auszahlung in einem nachvollziehbaren Dokument aufbereiten. Inklusive TX-Hashes für die zentralen Transaktionen.

4

Bank-gerechte Aufbereitung

Das Dokument so aufbereiten, dass die Compliance-Abteilung der Bank es ohne Blockchain-Fachwissen nachvollziehen kann. Mit einer zusammenfassenden Übersicht und den unterstützenden Einzelnachweisen.

In diesem Fall wurde die Dokumentation fristgerecht eingereicht. Die Bank hatte keine weiteren Rückfragen. Die Auszahlung wurde freigegeben.

09 Wie TX-Partner bei Mittelherkunftsnachweisen hilft

Der Ausgangspunkt für einen Mittelherkunftsnachweis ist die Krypto-Dokumentation im Krypto-Steuertool. Dort werden für steuerliche Zwecke sowieso alle Transaktionen gesammelt, alle Wallets und Börsen importiert, alle Zuflüsse und Abflüsse klassifiziert. Diese vollständige Krypto-Historie ist gleichzeitig die Basis, aus der sich ein belastbarer Mittelherkunftsnachweis ableiten lässt.

TX-Partner arbeitet mit dieser Krypto-Dokumentation als Fundament. Aus den Daten im Krypto-Steuertool lassen sich alle relevanten Informationen für die Bank ableiten: Welche Adressen und Börsen-Accounts wurden genutzt? Wo befinden sich On-Ramps (Fiat zu Krypto) und Off-Ramps (Krypto zu Fiat)? Wie haben sich die Bestände entwickelt? Wo gibt es Lücken in der Dokumentation? Was waren die wesentlichen Transaktionsstränge?

Der entscheidende Schritt ist dann, diese Daten für die Bank verständlich aufzubereiten. Eine Compliance-Abteilung versteht in der Regel keine Krypto-Transaktionsverläufe. TX-Partner erklärt nicht nur, was passiert ist, sondern auch warum: Warum hat sich das Portfolio so entwickelt? Warum wurde ein bestimmter Transfer durchgeführt? Warum ist der ausgezahlte Betrag höher als das ursprüngliche Investment?

Das unterscheidet einen TX-Partner Mittelherkunftsnachweis von einem reinen Datenexport. Es ist keine Sammlung von Transaktionslisten, sondern eine nachvollziehbare Erklärung des gesamten Krypto-Verlaufs, belegt mit den zugrundeliegenden Daten und On-Chain-Nachweisen. Aus über 500 Fällen weiß TX-Partner, wie Krypto-Transaktionsverläufe auch bei zehntausenden Transaktionen verständlich in Worte gefasst werden.

Die Basis ist der TX-Dokumentationsstandard mit seinen 4 Säulen: Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit, technische Korrektheit und langfristige Verwertbarkeit. Jede dieser Säulen zahlt direkt auf die Qualität des Mittelherkunftsnachweises ein.

TX-Partner berechnet keine Steuern und berät nicht steuerlich. TX-Partner sorgt dafür, dass die Krypto-Dokumentation so aufbereitet ist, dass Steuerberater korrekt rechnen können und Banken die Substanz erhalten, die sie für ihre Compliance-Prüfung brauchen.

Mit der DAC8-Richtlinie, die seit Januar 2026 in Kraft ist, melden Krypto-Börsen Transaktionsdaten automatisch an die Finanzbehörden. Die Anforderungen an eine lückenlose Krypto-Dokumentation steigen damit weiter. Wer seine Krypto-Historie heute sauber dokumentiert, ist für Mittelherkunftsnachweise, Steuerprüfungen und zukünftige Compliance-Anforderungen gleichzeitig vorbereitet.

Die Krypto-Dokumentation im Steuertool ist der Ausgangspunkt. Daraus leitet TX-Partner den Mittelherkunftsnachweis für die Bank ab und erklärt Transaktionsverläufe so, dass Compliance-Teams sie nachvollziehen können.
Robert Thorn

Co-Founder & Spezialist für Krypto-Datenaufbereitung

Robert Thorn ist Co-Founder von TX-Partner. Bringt Erfahrung aus über 500 dokumentierten Krypto-Portfolios mit, von einfachem Bitcoin-Handel bis zu sechsstelligen DeFi-Setups über mehrere Chains und Jahre. Schließt die Lücke zwischen Rohdaten und sauberer Doku für Steuer und Banken in AT und DE.

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Häufig gestellte Fragen

Ein Mittelherkunftsnachweis ist ein Dokument, das die Herkunft und den Verlauf von Geldmitteln nachvollziehbar belegt. Bei Krypto bedeutet das: eine lückenlose Dokumentation, die zeigt, woher die Coins stammen, wie sie sich über die Zeit entwickelt haben und wie sie letztlich zu einem Fiat-Betrag auf dem Bankkonto geführt haben.

Ein Steuerreport aus Blockpit, CoinTracking oder Koinly zeigt Gewinne und Verluste für das Finanzamt. Er beantwortet die Frage: Wie viel Steuer fällt an? Ein Mittelherkunftsnachweis beantwortet eine andere Frage: Woher stammen die Mittel? Die Bank braucht den vollständigen Fluss der Gelder, vom ersten Kauf über Transfers und Aktivitäten bis zur Auszahlung. Das liefert ein Steuerreport nicht.

In der Regel braucht die Bank eine vollständige Darstellung der Mittelflüsse: Kaufbelege (Börsen-Transaktionshistorien), On-Chain-Nachweise (TX-Hashes), eine nachvollziehbare Wallet- und Exchange-Zuordnung, eine Timeline der Vermögensentwicklung und eine Zusammenfassung, die den Weg vom Kauf bis zur Auszahlung lückenlos darstellt.

TX-Partner liefert die Full-Service Krypto-Dokumentation mit persönlicher Datenaufbereitung im Krypto-Steuertool als Grundlage für einen Mittelherkunftsnachweis. TX-Partner bereitet die Transaktionsverläufe so auf, dass Compliance-Teams sie nachvollziehen und verstehen können.

Die Konsequenzen variieren je nach Institut. In der Praxis kann die Bank den Betrag einfrieren, die Geschäftsbeziehung kündigen oder eine Verdachtsmeldung bei der FIU einreichen. Auch Krypto-Börsen können bei fehlendem Nachweis Accounts deaktivieren. Die Konsequenzen treffen dabei nicht nur verdächtige Fälle, sondern jeden, der seine Krypto-Herkunft nicht dokumentieren kann.

In den meisten Fällen ja. Die Bank will nicht nur den Krypto-Weg nachvollziehen, sondern auch wissen, woher das Geld für die ursprünglichen Krypto-Käufe stammt. Typische Dokumente sind Kontoauszüge, Gehaltszettel, Erbschaftsurkunden oder Kaufverträge, je nachdem, woher das Investitionskapital stammt.

Ein Mittelherkunftsnachweis (Proof of Funds) dokumentiert, woher die Mittel für eine bestimmte Transaktion oder Einzahlung stammen. Ein Vermögensnachweis (Proof of Wealth) zeigt die Herkunft des gesamten Vermögens. Banken können je nach Situation das eine oder beide verlangen. Die Unterscheidung ist relevant, weil sie den Umfang der benötigten Dokumentation bestimmt.

Ja, aber der Aufwand ist deutlich höher. Bei DeFi gibt es keine zentrale Börse, die Transaktionsdaten exportiert. Alle Aktivitäten müssen über On-Chain-Daten rekonstruiert werden. TX-Partner hat Erfahrung mit komplexen DeFi-Portfolios, Multi-Chain-Setups und zehntausenden Transaktionen.

Hinweis: TX-Partner erstellt keinen Mittelherkunftsnachweis im Sinne des FM-GwG (Finanzmarkt-Geldwäschegesetz) oder vergleichbarer Regelungen. TX-Partner liefert die vollständige Krypto-Dokumentation (Transaktionshistorie, Wallet-Zuordnung, On-Chain-Verifizierung), die als Datenbasis für einen solchen Nachweis dient. Die Prüfung und Akzeptanz obliegt dem jeweiligen Finanzinstitut.