Herkunftsnachweis 17. Februar 2026 | 15 Min. Lesezeit

Krypto Mittel­herkunfts­nachweis: Was Banken wirklich verlangen

Robert Thorn, Co-Founder TX-Partner
Robert Thorn

Co-Founder & Dokumentations-Spezialist ·

Hinweis: Die Informationen in diesem Beitrag geben einen ersten Überblick und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie können ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. TX-Partner übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Informationen.

Du willst Krypto-Gewinne auf dein Bankkonto auszahlen und die Bank fragt nach einem Mittelherkunftsnachweis. Das ist kein Sonderfall, sondern regulatorischer Alltag. Banken in Österreich, Deutschland und der gesamten EU sind gesetzlich verpflichtet, die Herkunft von Geldmitteln zu prüfen. Bei Krypto-Vermögen stellt das viele Kunden vor eine Herausforderung, denn der Steuerreport aus dem Krypto-Steuertool reicht dafür in der Regel nicht aus.

01 Was ist ein Mittelherkunftsnachweis?

Ein Mittelherkunftsnachweis ist ein Dokument, das die Herkunft und den Verlauf von Geldmitteln nachvollziehbar belegt. Bei Krypto-Vermögen bedeutet das konkret: eine lückenlose Dokumentation, die zeigt, woher die Coins stammen, wie sie sich über die Zeit entwickelt haben und wie sie letztlich zu einem Fiat-Betrag auf dem Bankkonto geführt haben.

Die rechtliche Grundlage dafür findet sich im Anti-Geldwäsche-Recht. In Österreich regelt das FM-GwG (Finanzmarkt-Geldwäschegesetz, insbesondere §6) die Sorgfaltspflichten von Banken. In Deutschland ist es das GwG (§10 Geldwäschegesetz). Auf EU-Ebene bilden die AMLD5 und AMLD6 (Anti-Money Laundering Directives) den Rahmen, ergänzt durch die MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets), die seit 2024 schrittweise in Kraft tritt.

Der Mittelherkunftsnachweis ist dabei nicht dasselbe wie ein Steuerreport. Beide basieren auf derselben Krypto-Dokumentation, aber sie beantworten unterschiedliche Fragen. Dazu gleich mehr.

02 Wann verlangen Banken einen Herkunftsnachweis?

Banken sind nicht willkürlich. Die Anforderung eines Herkunftsnachweises folgt konkreten Auslösern, die in den Compliance-Richtlinien der jeweiligen Bank definiert sind. In der Praxis gibt es typische Situationen, in denen die Bank aktiv wird.

Typische Auslöser:

Auszahlung auf Bankkonto

Ein Betrag von einer Krypto-Börse wird auf dein Girokonto überwiesen. Je nach Höhe und Bankvorgaben löst das eine Prüfung aus.

Kontoeröffnung

Bei der Eröffnung eines neuen Kontos oder einer Geschäftsbeziehung fragt die Bank nach der Herkunft bestehender Vermögenswerte.

Kredit oder Hypothek

Wenn Krypto-Vermögen als Eigenkapital oder Sicherheit eingebracht wird, muss die Bank die Herkunft nachvollziehen.

Anlassbezogene Compliance-Prüfung

Banken überprüfen bestehende Kundenbeziehungen regelmäßig. Ungewöhnliche Zahlungsmuster können eine Nachfrage auslösen.

Seit dem 30. Dezember 2024 gilt zudem die EU Transfer of Funds Regulation (TFR), auch bekannt als EU Travel Rule. Sie setzt den Schwellenwert für die Identifizierungspflicht bei Krypto-Transfers auf 0 EUR. Das bedeutet: Jeder Transfer zwischen einem Krypto-Dienstleister und einer externen Wallet muss mit vollständigen Absender- und Empfängerdaten versehen werden. Die Compliance-Anforderungen sind damit nochmals gestiegen.

Quellen: EU-Verordnung 2023/1113 (TFR), FM-GwG (AT), GwG (DE), AMLD6, MiCA (EU 2023/1114)

03 Steuerreport vs. Herkunftsnachweis: Der Unterschied

Das ist der Punkt, an dem es in der Praxis am häufigsten zu Missverständnissen kommt. Viele Krypto-Investoren gehen davon aus, dass der Steuerreport aus Blockpit oder CoinTracking als Herkunftsnachweis für die Bank ausreicht. Das ist in den meisten Fällen nicht so.

Der Grund liegt in der unterschiedlichen Zielsetzung beider Dokumente.

Zwei Dokumente, zwei Ziele:

Steuerreport

Empfänger: Finanzamt / Steuerberater

Frage: Wie hoch sind die steuerpflichtigen Gewinne und Verluste?

Inhalt: Realisierte Gewinne, Verluste, Haltefristen, steuerlich relevante Transaktionen

Herkunftsnachweis

Empfänger: Bank / Compliance-Abteilung

Frage: Woher stammen die Mittel und wie sind sie geflossen?

Inhalt: Vollständige Mittelflüsse vom Kauf bis zur Auszahlung, On-Chain-Nachweise, Wallet-Zuordnung

Ein Steuerreport zeigt beispielsweise, dass du im Jahr 2025 einen Gewinn von 15.000 Euro realisiert hast. Die Bank interessiert aber etwas anderes: Woher kamen die 80.000 Euro, die auf deinem Konto eingegangen sind? Welche Coins hast du wann gekauft, wie haben sie sich bewegt, und wie kam es letztlich zur Auszahlung?

Der Steuerreport sagt dem Finanzamt, wie viel Steuer anfällt. Der Herkunftsnachweis sagt der Bank, woher das Geld kommt. Beides basiert auf derselben Krypto-Dokumentation, aber die Ausgabe ist eine andere.

Krypto-Steuertools wie Blockpit oder CoinTracking sind primär für steuerliche Berechnungen konzipiert. Einige bieten inzwischen auch Funktionen, um Transaktionsstränge nachzuweisen — ein sinnvoller erster Schritt. Was dabei allerdings fehlt, ist die erklärende Perspektive: Warum haben sich Bestände vermehrt? Wie hängen einzelne Transaktionen zusammen? Was bedeutet ein bestimmter Transaktionsverlauf wirtschaftlich? Diese Einordnung braucht eine Bank, um Krypto-Mittelflüsse tatsächlich nachvollziehen zu können. Die Rohdaten, auf denen Steuerreport und Herkunftsnachweis aufbauen, sind allerdings dieselben: deine vollständige Krypto-Dokumentation.

04 Was muss ein Herkunftsnachweis enthalten?

Die genauen Anforderungen variieren je nach Bank und Sachverhalt. Es gibt keinen einheitlichen Standard, den alle Banken fordern. Aus der Praxis lassen sich aber die wesentlichen Bestandteile ableiten, die in den meisten Fällen erwartet werden.

Typische Bestandteile eines Herkunftsnachweises:

Vollständige Mittelfluss-Dokumentation

Von der ersten Einzahlung (Fiat zu Krypto) über alle Transfers, Trades und Aktivitäten bis zur finalen Auszahlung. Keine Lücken im Verlauf.

On-Chain-Verifizierung

TX-Hashes, die zentrale Transaktionen belegen und auf der Blockchain verifizierbar sind. Die Bank oder ihr Compliance-Team kann diese unabhängig prüfen.

Wallet- und Exchange-Zuordnung

Eine klare Übersicht, welche Wallets und Börsen-Accounts dem Kunden gehören und wie sie miteinander verknüpft sind.

Timeline der Vermögensentwicklung

Eine chronologische Darstellung, die zeigt, wie sich das Krypto-Vermögen über die Jahre aufgebaut hat.

Compliance-gerechte Aufbereitung

Das Dokument muss für Nicht-Krypto-Experten verständlich sein. Die Compliance-Abteilung der Bank ist meist kein Blockchain-Spezialist.

Der letzte Punkt wird häufig unterschätzt. Viele Krypto-Investoren liefern ihrer Bank einen Export aus dem Krypto-Steuertool mit tausenden Zeilen an Transaktionsdaten. Für die Compliance-Abteilung einer Bank ist das in der Regel nicht verwertbar. Die Bank braucht eine aufbereitete, nachvollziehbare Darstellung, keine Rohdaten.

Ein Herkunftsnachweis ist nicht einfach ein Datenexport. Es ist eine nachvollziehbare Aufbereitung, die zeigt, woher das Geld kommt.

05 Welche Dokumente braucht die Bank konkret?

Die genaue Liste variiert je nach Bank. In der Praxis hat sich aber gezeigt, welche Dokumente in den meisten Fällen erwartet werden. Dabei gilt: Die Bank will in der Regel nicht nur den Krypto-Weg sehen, sondern auch die Fiat-Herkunft nachvollziehen. Also: Woher kam das Geld, mit dem du die Kryptowährungen ursprünglich gekauft hast?

Fiat-Herkunft: Woher kam das Investitionskapital?

Dokumente je nach Herkunft des Kapitals:

Gehalt / Einkommen

Kontoauszüge der letzten 3-6 Monate, die den Gehaltseingang und die Überweisung an die Krypto-Börse zeigen. In Österreich zusätzlich der Jahreslohnzettel (L16).

Erbschaft

Einantwortungsurkunde (AT) oder Erbschein (DE), gegebenenfalls ein Kontoauszug mit der Gutschrift.

Schenkung

Schenkungsvertrag oder Schenkungsurkunde, bei Geldbeträgen zusätzlich der Kontoauszug mit Gutschrift.

Immobilien- oder Wertpapierverkauf

Kaufvertrag, Grundbuchauszug oder Depot-Auszug mit Verkaufsabrechnung, jeweils ergänzt durch den Kontoauszug mit Zahlungseingang.

Kredit / Darlehen

Kreditvertrag, unterzeichnet von allen Parteien, plus Kontoauszug mit der Auszahlung.

Selbstständigkeit / Unternehmen

Einnahmen-Ausgaben-Rechnung oder Bilanz, Steuerbescheid, gegebenenfalls Firmenbuchauszug (AT) oder Handelsregisterauszug (DE).

Krypto-Weg: Vom Kauf bis zur Auszahlung

Krypto-spezifische Nachweise:

Börsen-Transaktionshistorien

CSV- oder PDF-Export der vollständigen Handelshistorie von jeder genutzten Börse. Muss Kauf- und Verkaufszeitpunkte, Beträge und Gegenpaare enthalten.

On-Chain-Nachweise (TX-Hashes)

Transaktions-Hashes der relevanten Blockchain-Transfers. Damit kann die Bank oder ihr Compliance-Dienstleister die Transaktionen unabhängig über einen Block-Explorer verifizieren.

Wallet-Zuordnung

Eine Übersicht, welche Wallet-Adressen dir gehören und wie sie mit deinen Exchange-Accounts verknüpft sind.

SEPA-Überweisungsbelege

Kontoauszüge, die die Einzahlung von deinem Bankkonto auf die Krypto-Börse und die spätere Auszahlung zurück zeigen.

Vermögensentwicklung (Timeline)

Eine chronologische Übersicht, die den Aufbau des Krypto-Vermögens über die Jahre nachvollziehbar macht.

Ein häufiger Denkfehler: Manche Krypto-Investoren glauben, dass nur der Krypto-Teil dokumentiert werden muss. Aber wenn du 2019 mit 30.000 Euro in Krypto investiert hast, will die Bank auch wissen, woher diese 30.000 Euro kamen. War das Gehalt? Ein Immobilienverkauf? Eine Erbschaft? Beide Seiten gehören zusammen.

06 DeFi, Staking und Mining: Warum es komplizierter wird

Wer Kryptowährungen nur auf einer zentralen Börse gekauft und gehalten hat, hat es vergleichsweise einfach. Die Börse liefert Transaktionshistorien, und die Zuordnung ist in der Regel eindeutig. Deutlich aufwendiger wird es bei DeFi-Aktivitäten, Mining und Staking.

Besondere Herausforderungen:

DeFi-Protokolle (Uniswap, Aave, Curve...)

Es gibt keine zentrale Börse, die einen Export liefert. Alle Transaktionen liegen ausschließlich On-Chain. Liquidity Providing, Yield Farming und Token-Swaps über dezentrale Börsen müssen einzeln nachvollzogen und dokumentiert werden.

Multi-Chain und Bridges

Wer Assets zwischen Ethereum, Polygon, Arbitrum oder Solana bewegt hat, muss die Bridge-Transaktionen lückenlos dokumentieren. Für die Bank sieht ein Bridge-Transfer zunächst aus wie ein Abfluss auf der einen und ein unerklärter Zufluss auf der anderen Chain.

Mining

Hier braucht die Bank in der Regel Nachweise über die Mining-Hardware (Kaufbelege, Fotos), Pool-Informationen (Rewards, Hashrate) und die Transaktionshistorie der Mining-Wallets mit TX-Hashes.

Staking-Rewards und Airdrops

Staking-Erträge und Airdrops sind Zuflüsse ohne Gegenleistung. Für die Bank muss dokumentiert werden, woher der ursprüngliche Stake kam, welche Rewards generiert wurden und wie Airdrops auf die eigene Wallet gelangt sind.

NFT-Verkäufe

NFT-Transaktionen laufen häufig über Marktplätze wie OpenSea oder Blur. Die Kauf- und Verkaufshistorie muss mit Wallet-Adressen und TX-Hashes belegt werden, inklusive der Provenienz des NFTs.

Bei einfachen Portfolios (Kauf auf Börse, Halten, Verkauf) ist ein Herkunftsnachweis in der Regel mit überschaubarem Aufwand erstellbar. Bei komplexen Portfolios mit DeFi-Aktivitäten, mehreren Chains und Hardware-Wallets steigt der Dokumentationsaufwand erheblich. Genau hier entsteht der größte Handlungsbedarf, denn Krypto-Steuertools allein bilden diese Komplexität häufig nicht korrekt ab.

07 Ohne Herkunftsnachweis: Was passiert?

Die Konsequenzen eines fehlenden oder unvollständigen Herkunftsnachweises sind real und können erheblich sein. Banken und Krypto-Börsen sind gesetzlich verpflichtet, bei Zweifeln an der Mittelherkunft zu handeln.

Mögliche Konsequenzen:

Kontosperrung / eingefrorene Gelder

Die Bank kann eingehende Beträge einfrieren, bis die Herkunft nachgewiesen ist. In der Praxis bedeutet das: Kein Zugriff auf die Gelder, teilweise über Wochen oder Monate.

Kündigung der Bankbeziehung

Wenn der Nachweis nicht erbracht werden kann, kündigen Banken die Geschäftsbeziehung. Ein neues Konto zu eröffnen wird danach deutlich schwieriger, da die Kündigung in internen Systemen vermerkt wird.

Geldwäsche-Verdachtsmeldung

Die Bank ist bei einem Verdacht auf Geldwäsche zur Meldung an die zuständige Behörde (FIU) verpflichtet. Das passiert automatisch und unabhängig davon, ob tatsächlich eine Straftat vorliegt.

Account-Deaktivierung auf Krypto-Börsen

Auch Krypto-Börsen wie Bitpanda verlangen Herkunftsnachweise. Wenn der Nachweis nicht erbracht wird, kann nach einer finalen Prüfung der Account deaktiviert werden. In der Regel gibt es vorher die Möglichkeit, die verbleibenden Bestände abzuziehen.

Der entscheidende Punkt: Diese Konsequenzen treffen nicht nur Fälle mit kriminellem Hintergrund. Sie treffen jeden, der seine Krypto-Herkunft nicht lückenlos dokumentieren kann. Das ist in der Praxis häufiger als man denkt, insbesondere bei Portfolios, die über mehrere Jahre, Börsen und Wallets gewachsen sind.

08 Praxisbeispiel: Vom Bank-Schreiben zur Dokumentation

Ein konkretes Szenario aus der Praxis, anonymisiert dargestellt.

Ausgangslage:

Ein Krypto-Investor aus Österreich möchte 85.000 EUR von einer Krypto-Börse auf sein Bankkonto auszahlen. Die Bank fordert einen Mittelherkunftsnachweis an und gibt eine Frist von 4 Wochen.

Das Portfolio: Käufe seit 2018 auf drei verschiedenen Börsen, Transfers auf ein Hardware-Wallet, mehrere DeFi-Positionen auf Ethereum und Polygon, Staking-Rewards.

Erster Versuch: Der Investor reicht seinen Steuerreport aus dem Krypto-Steuertool ein. Die Bank lehnt ab, da der Report die Mittelflüsse nicht nachvollziehbar darstellt.

Dokumentationsweg:

1

Fiat-Herkunft belegen

Kontoauszüge zeigen die SEPA-Überweisungen vom Gehaltskonto an die Krypto-Börsen zwischen 2018 und 2023. Gehaltszettel belegen die Herkunft des Investitionskapitals.

2

Krypto-Transaktionen rekonstruieren

Alle Börsen-Historien exportieren, On-Chain-Transaktionen auf Ethereum und Polygon nachvollziehen, DeFi-Positionen und Staking-Rewards dokumentieren.

3

Mittelfluss-Dokumentation erstellen

Die gesamte Kette vom Gehaltskonto über die Börsen, DeFi-Protokolle und Wallets bis zur Auszahlung in einem nachvollziehbaren Dokument aufbereiten. Inklusive TX-Hashes für die zentralen Transaktionen.

4

Bank-gerechte Aufbereitung

Das Dokument so aufbereiten, dass die Compliance-Abteilung der Bank es ohne Blockchain-Fachwissen nachvollziehen kann. Mit einer zusammenfassenden Übersicht und den unterstützenden Einzelnachweisen.

In diesem Fall wurde die Dokumentation fristgerecht eingereicht. Die Bank hatte keine weiteren Rückfragen. Die Auszahlung wurde freigegeben.

09 Wie TX-Partner bei Herkunftsnachweisen hilft

Der Ausgangspunkt für einen Herkunftsnachweis ist die Krypto-Dokumentation im Krypto-Steuertool. Dort werden für steuerliche Zwecke sowieso alle Transaktionen gesammelt, alle Wallets und Börsen importiert, alle Zuflüsse und Abflüsse klassifiziert. Diese vollständige Krypto-Historie ist gleichzeitig die Basis, aus der sich ein belastbarer Herkunftsnachweis ableiten lässt.

TX-Partner arbeitet mit dieser Krypto-Dokumentation als Fundament. Aus den Daten im Krypto-Steuertool lassen sich alle relevanten Informationen für die Bank ableiten: Welche Adressen und Börsen-Accounts wurden genutzt? Wo befinden sich On-Ramps (Fiat zu Krypto) und Off-Ramps (Krypto zu Fiat)? Wie haben sich die Bestände entwickelt? Wo gibt es Lücken in der Dokumentation? Was waren die wesentlichen Transaktionsstränge?

Der entscheidende Schritt ist dann, diese Daten für die Bank verständlich aufzubereiten. Eine Compliance-Abteilung versteht in der Regel keine Krypto-Transaktionsverläufe. TX-Partner erklärt nicht nur, was passiert ist, sondern auch warum: Warum hat sich das Portfolio so entwickelt? Warum wurde ein bestimmter Transfer durchgeführt? Warum ist der ausgezahlte Betrag höher als das ursprüngliche Investment?

Das unterscheidet einen TX-Partner Herkunftsnachweis von einem reinen Datenexport. Es ist keine Sammlung von Transaktionslisten, sondern eine nachvollziehbare Erklärung des gesamten Krypto-Verlaufs, belegt mit den zugrundeliegenden Daten und On-Chain-Nachweisen. Aus über 500 Fällen weiß TX-Partner, wie Krypto-Transaktionsverläufe auch bei zehntausenden Transaktionen verständlich in Worte gefasst werden.

Die Basis ist der TX-Dokumentationsstandard mit seinen 4 Säulen: Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit, technische Korrektheit und langfristige Verwertbarkeit. Jede dieser Säulen zahlt direkt auf die Qualität des Herkunftsnachweises ein.

TX-Partner berechnet keine Steuern und berät nicht steuerlich. TX-Partner sorgt dafür, dass die Krypto-Dokumentation so aufbereitet ist, dass Steuerberater korrekt rechnen können und Banken die Substanz erhalten, die sie für ihre Compliance-Prüfung brauchen.

Mit der DAC8-Richtlinie, die seit Januar 2026 in Kraft ist, melden Krypto-Börsen Transaktionsdaten automatisch an die Finanzbehörden. Die Anforderungen an eine lückenlose Krypto-Dokumentation steigen damit weiter. Wer seine Krypto-Historie heute sauber dokumentiert, ist für Herkunftsnachweise, Steuerprüfungen und zukünftige Compliance-Anforderungen gleichzeitig vorbereitet.

Für den konkreten Ablauf und alle Details zum Herkunftsnachweis für Banken gibt es eine eigene Seite.

Die Krypto-Dokumentation im Steuertool ist der Ausgangspunkt. Daraus leitet TX-Partner den Herkunftsnachweis für die Bank ab und erklärt Transaktionsverläufe so, dass Compliance-Teams sie nachvollziehen können.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Mittelherkunftsnachweis?

Ein Mittelherkunftsnachweis ist ein Dokument, das die Herkunft und den Verlauf von Geldmitteln nachvollziehbar belegt. Bei Krypto bedeutet das: eine lückenlose Dokumentation, die zeigt, woher die Coins stammen, wie sie sich über die Zeit entwickelt haben und wie sie letztlich zu einem Fiat-Betrag auf dem Bankkonto geführt haben.

Warum akzeptiert die Bank meinen Steuerreport nicht als Herkunftsnachweis?

Ein Steuerreport aus Blockpit oder CoinTracking zeigt Gewinne und Verluste für das Finanzamt. Er beantwortet die Frage: Wie viel Steuer fällt an? Ein Herkunftsnachweis beantwortet eine andere Frage: Woher stammen die Mittel? Die Bank braucht den vollständigen Fluss der Gelder, vom ersten Kauf über Transfers und Aktivitäten bis zur Auszahlung. Das liefert ein Steuerreport nicht.

Welche Unterlagen brauche ich für einen Krypto-Herkunftsnachweis?

In der Regel braucht die Bank eine vollständige Darstellung der Mittelflüsse: Kaufbelege (Börsen-Transaktionshistorien), On-Chain-Nachweise (TX-Hashes), eine nachvollziehbare Wallet- und Exchange-Zuordnung, eine Timeline der Vermögensentwicklung und eine Zusammenfassung, die den Weg vom Kauf bis zur Auszahlung lückenlos darstellt.

Kann TX-Partner einen Herkunftsnachweis erstellen?

TX-Partner erstellt die vollständige Krypto-Dokumentation, die als Grundlage für einen Herkunftsnachweis dient. Der Ausgangspunkt ist die Krypto-Dokumentation im Krypto-Steuertool. Daraus leitet TX-Partner den Herkunftsnachweis ab und erklärt Transaktionsverläufe so, dass Compliance-Teams sie nachvollziehen und verstehen können.

Was passiert, wenn ich keinen Herkunftsnachweis liefern kann?

Die Konsequenzen variieren je nach Institut. In der Praxis kann die Bank den Betrag einfrieren, die Geschäftsbeziehung kündigen oder eine Verdachtsmeldung bei der FIU einreichen. Auch Krypto-Börsen können bei fehlendem Nachweis Accounts deaktivieren. Die Konsequenzen treffen dabei nicht nur verdächtige Fälle, sondern jeden, der seine Krypto-Herkunft nicht dokumentieren kann.

Brauche ich auch Nachweise über die Fiat-Herkunft?

In den meisten Fällen ja. Die Bank will nicht nur den Krypto-Weg nachvollziehen, sondern auch wissen, woher das Geld für die ursprünglichen Krypto-Käufe stammt. Typische Dokumente sind Kontoauszüge, Gehaltszettel, Erbschaftsurkunden oder Kaufverträge, je nachdem, woher das Investitionskapital stammt.

Was ist der Unterschied zwischen Mittelherkunftsnachweis und Vermögensnachweis?

Ein Mittelherkunftsnachweis (Proof of Funds) dokumentiert, woher die Mittel für eine bestimmte Transaktion oder Einzahlung stammen. Ein Vermögensnachweis (Proof of Wealth) zeigt die Herkunft des gesamten Vermögens. Banken können je nach Situation das eine oder beide verlangen. Die Unterscheidung ist relevant, weil sie den Umfang der benötigten Dokumentation bestimmt.

Ist ein Herkunftsnachweis auch bei DeFi-Portfolios möglich?

Ja, aber der Aufwand ist deutlich höher. Bei DeFi gibt es keine zentrale Börse, die Transaktionsdaten exportiert. Alle Aktivitäten müssen über On-Chain-Daten rekonstruiert werden. TX-Partner hat Erfahrung mit komplexen DeFi-Portfolios, Multi-Chain-Setups und zehntausenden Transaktionen.

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Robert Thorn

Co-Founder & Dokumentations-Spezialist

Robert Thorn ist Co-Founder von TX-Partner und spezialisiert auf komplexe Krypto-Dokumentation für Steuerberater und Privatinvestoren in AT und DE.